Anwaltsgebühren werden in der Regel nach einem sogenannten Gegenstandswert berechnet. (Beispielsweise beträgt der Gegenstandswert in einem Kündigungsschutzprozess das 3-fache Monatsgehalt. Ein Abfindung wird nicht hinzugerechnet. Bei einem Räumungsprozess für Wohnraum beträgt der Gegenstandswert den Jahresbetrag der Miete.)

Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz fällt für das Betreiben einer Sache in der Regel eine 1,5 Gebühr an. (Beispiel: Beträgt der monatliche Mietzins 600€ ist der Gegenstandswert bei einer Räumungssache 7200€, die 1,5 Gebühr inklusive Umsatzsteuer beläuft sich auf 837,76 € - gleich ob ein Schriftsatz, oder 100 Seiten geschrieben werden.

Bei einer sogenannten Erstberatung für Verbraucher hat das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz eine Deckelung vorgenommen: Gleich ob die Erstberatung in Ihrer Scheidung einen Gegenstandswert von 10.000 €, oder in Ihrer Erbsache einen Gegenstandswert von 100.000 € erreicht. Die Gebühr beträgt nie mehr als 190 € zzgl. Umst. Ingesamt also 226 €. Ihr anwaltlicher Berater wird Ihnen erklären, was eine Erstberatung ist. Ist es zunächst erforderlich eine umfangreiche Aufbereitung verschiedenster Unterlagen und Durcharbeit durchzuführen, bzw. wegen der tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten ein Gutachten zu erstellen, wird Ihr anwaltlicher Berater Sie auf die Kosten hinweisen (Die Sache wird dann verständlicher Weise nicht als Erstberatung geführt werden.) Bei einer umfangreichen und sehr komplexen Sache empfehlen wir oft die Vereinbarung eines Studenhonorars. Es ist Ihr ganz legitimes Recht von uns als Dienstleistern zunächst einmal etwas über die vorraussichtlichen Kosten zu erfahren, die auf Sie in Ihrer Sache zukommen.