Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 15.12.2015, Az.: 9 A ZR 52/15 entschieden, dass Arbeitnehmerinnen Urlaub, der vor der Elternzeit entstanden ist, auch nach § 7 BUrlG in das folgende Urlaubsjahr übertragen werden kann. Im vorliegenden Fall ging es um eine Arbeitnehmerin die vor Beginn der Elternzeit im Jahr 2011 Erholungsurlaub von 30 Tagen erworben und nicht verbraucht hatte. Nach der anschließenden Elternzeit bis zum Dezember 2012 war sie bis Januar 2014 arbeitsunfähig erkrankt. Das Bundesarbeitsgericht hat in diesem Zusammenhang entschieden, dass nach Beendigung der Elternzeit im Dezember 2011 der Urlaub aus dem Jahr 2011 nach § 17 Abs. 2 BEEG im Jahr 2012 und 2013 noch genommen werden könnte. Anschließend wird der Urlaub nach § 7 BUrlG noch ins Jahr 2014 übertragen. In diesem Fall wurde daher nicht nur der Übertragungszeitraum für den im Jahr 2011 angefallenen Erholungsurlaub bis zum 31.12.2013 verlängert sondern aufgrund der fortbestehenden Arbeitsunfähigkeit der Arbeitnehmerin konnte dieser nach dem BUrlG auch noch ins Jahr 2014 übertragen werden.

 

Vgl. Bundesarbeitsgericht Urteil vom 15.12.2015, Az.: 9 A ZR 52/15.