Familienrecht

Wir beraten und vertreten Sie engagiert und kompetent in allen familienrechtlichen Angelegenheiten.

Dabei können Sie nicht nur in der gerichtlichen Auseinandersetzung, sondern auch im Rahmen der außergerichtlichen Vertretung auf unsere umfassende fachliche Qualifikation und unser Verhandlungsgeschick vertrauen.

In der Phase der Trennung ebenso wie im Scheidungsverfahren werden wir Ihre Interessen bezüglich Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich, elterliche Sorge und Umgang, Hausratsteilung sowie Vermögensauseinandersetzung mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln wahren.

Sie wollen in guten Tagen Vorsorge treffen? Wir helfen Ihnen, Ihren individuellen Ehevertrag zu entwickeln.

Auch wenn Sie in einer Lebenspartnerschaft oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, können Sie sich mit allen Fragen an uns wenden.

Selbstverständlich sind wir auch die richtigen Ansprechpartner wenn es um  den Elternunterhalt und die insoweit geltenden Freibeträge geht.

 

Es war schon lange angekündigt, nun wurde es umgesetzt: Eine weitere Erhöhung des zu zahlenden Kindesunterhalts.

Bereits zum 01.01.2015 erfuhr die „Düsseldorfer Tabelle“ eine Erneuerung. Dies allerdings nur im Hinblick auf die sogenannten Selbstbehaltsbeträge, also die Beträge, die einem Unterhaltspflichtigen zu verbleiben haben, bevor Unterhaltszahlungen erbracht werden müssen.

Eine erste Erhöhung des zu zahlenden Kindesunterhalts erfolgte zum 01.08.2015. Dieser Umstand beruhte auf dem Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags.

Zum 01.01.2016 haben sich die Bedarfssätze unterhaltsberechtigter Kinder weiter erhöht, da der steuerliche Kinderfreibetrag zu diesem Zeitpunkt weiter anstieg.

Elternunterhalt: Noch vor einigen Jahren ein wenig relevantes Thema in der familienrechtlichen Praxis, tritt immer mehr in den Vordergrund.

 

Insbesondere bei der Frage, ob Leistungsfähigkeit zur Zahlung von Elternunterhalt besteht, ist stets zu überprüfen, ob vorrangig unterhaltsberechtigte Personen zu berücksichtigen sind. Auch von enormem tatsächlichem Interesse ist die Frage, welche Selbstbehaltsbeträge jeweils in Ansatz zu bringen sind.

 

Mit einem Sachverhalt, der diese Fragen betrifft, hatte sich nunmehr der Bundesgerichtshof (BGH) zu befassen.

In jedem Beratungsgespräch, das sich um Trennung/Scheidung dreht, ist der Betroffene auch über die erbrechtlichen Konsequenzen seiner familiären Probleme zu informieren. Denn nur selten ist Eheleuten bekannt, dass der jeweils andere Ehegatte trotz Trennung gesetzlicher Erbe bleibt bzw. aus einem ggfls. existierenden Testament Rechte ableiten kann.

Immer dann, wenn ein Verstorbener keine oder keine wirksame Verfügung von Todes wegen errichtet hat, tritt die sog. „gesetzliche Erbfolge“ ein. Zu den gesetzlichen Erben zählt, neben den Verwandten des Verstorbenen, auch sein überlebender Ehegatte. Der Ehegatte zählt insbesondere erst dann nicht mehr zum Kreis der gesetzlichen Erben, wenn zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers die Voraussetzungen für die Scheidung der Ehe gegeben waren und der Erblasser die Scheidung beantragt oder ihr zugestimmt hatte.

Zum 01.01.2015 wurde die „Düsseldorfer Tabelle“ geändert. Es sind höhere „Selbstbehalte“ vorgesehen, die unterhaltspflichtigen Personen von ihrem Einkommen verbleiben müssen.

Die „Düsseldorfer Tabelle“, die nunmehr bereits seit über 40 Jahren als Leitlinie bei der Unterhaltsberechnung dient, wird traditionell alle zwei Jahre angepasst. An der Erstellung wirken die Senate des Oberlandesgerichts Düsseldorf und die Senate anderer Oberlandesgerichte sowie die Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. mit. Die letzte Änderung der „Düsseldorfer Tabelle“ erfolgte zum 01.01.2013.

Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem August 2013 entschieden, dass eine vom unterhaltspflichtigen Sohn selbst genutzte Eigentumswohnung nicht verkauft werden muss, um für den Unterhalt der Eltern aufkommen zu können. Voraussetzung ist aber, dass diese Wohnung nach Größe und Ausstattung den Verhältnissen der Familie entspricht.